800 Jahre St. Johannis-Spital-Stiftung Passau. Gegenwart und Geschichte einer sozialen Einrichtung. Aus "Der Passauer Wolf" Band 15, Schriftenreihe des Stadtarchivs Passau

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Historie der St. Johannis-Spital-Stiftung
Richard Schaffner

Chronik
1200 29. März: Erste urkundliche Erwähnung
1278 Die Verwaltung der Stiftung wird der Stadt übertragen.
1292 Bertold wird als erster Spitalmeister erwähnt
1464 Das Braurecht wird verliehen. Neben einer Brauerei entsteht auch eine Spitalschenke.
1471 Ab diesem Jahr tritt das Stift auch als "Bankinstitut" auf. Die Wirksamkeit der Geldmittel erstreckt sich auf das Gebiet zwischen Freyung, Schärding und Vilshofen.
1506 Peter Gottinger stiftet das Bruderhaus
1554 Spitalmeister Wolfgang Perkman läßt das Spital (heute: Rindermarkt 12) neu errichten.
1662 Am 27. April bricht im St. Johannis- Spital der erste große Stadtbrand aus.
1680 Beim zweiten großen Stadtbrand am 29. Juli sterben fünf Pfründner im "Prunst und Rauch".
1689 365 Schuldner mit 182 354 Gulden Kapital
1805 Napoleonische Soldaten werden im Stift einquartiert
1811 Das Brauhaus wird an Ignaz Koller verpachtet, der es später auch erwirbt.
1860 Bischof Heinrich Hofstätter renoviert bis 1864 die Kirche durchgreifend
1875 Die an den Rindermarkt anschließenden Gebäudeteile werden zu Mietwohnungen und im Erdgeschoß zu Läden umgebaut.
1909 Umbaubeginn des St. Johannis-Spitals. Fertigstellung 1912.
1917 Die Betreuung der Pfründner und die Bewirtschaftung des Spitals und des Bruderhauses wird auf die "Mallersdorfer Schwestern" übertragen.
1921 Der Stadtpark kommt in Stiftungsbesitz.
1949 Die Orgel in der Spitalkirche wird neu gebaut
1962 Helmuth Oskar Wagner wird ehrenamtlicher Verwaltungsrat. Er übt dieses Amt bis 1990 aus.
1964 Der Kesselwald im Gerichtsbezirk Engelhartszell wird ersteigert
1966 Johannis- und Bruderhausstiftung werden zusammengelegt.
1977 Am 5. April Grundsteinlegung für den Neubau.
1979 Am 8. März festliche Einweihung des Neubaues. Architekt Hans Karl Köhler; örtliche Bauleitung durch Hanns Egon Wörlen. Oberbürgermeister Dr. Emil Brichta enthüllt die von Bildhauer Karl Reidl, geschaffen Brunnenfigur "Johannes der Täufer". Den Brunnentrog stiftete die Stadt Hauzenberg.
1999 Am 1. Januar wird der Eigenbetrieb "Seniorenstift Stadt Passau" gegründet.
2000 Am 22. Juli Festakt zum 800jährigen Bestehen der Stiftung. Hier wird auch die Passauer Bürgerstiftung der Volksbank ins Leben gerufen.

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Sr. Ancilla Wühr (Oberin) mit den ehemaligen ehrenamtlichen Verwaltungsräten Helmuth Wagner und Heidegunde Slama Blick auf die Küche im Jahre 1976
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Innenhof 1976; heute befindet sich hier der Verbindungsgang zum Speisesaal, im Obergeschoß der Wohnbereich





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Literaturangaben; Schriftenreihe des Stadtarchivs Passau "Der Passauer Wolf"; Bildnachweis: Stadtarchiv Passau, Abb. 1, 2, 3; Herausgegeben im Auftrag der St. Johannis-Spital-Stiftung; 2000, Stadt Passau
Unterverzeichnis:

Grußwort Dr. Franz Xaver Eder

Grußwort Willi Schmöller

Vom Spitalmeister zur
ehrenamtl. Verwaltungsrätin
Karin Trautner

Historie der
St. Johannis-Spital-Stiftung
Richard Schaffner

Das Stiftungswesen in der
Stadt Passau
Johann Hantschel
Thomas Bahle

Der forst und landwirtschaftliche
Betrieb
Reinhard Bauer

Johannes der Täufer
als Spitalpatron
Rainer Kolm

Die Orgel
Wolfgang Eisenbarth

Die Kirche St. Johann mit ihren
neugotischen Altären
Franz Mader

Ein Kirchenjahr in St. Johann
Leopold Kantner

Pflege im Wandel - vom
Mittelalter bis Heute
Dagmar Deragisch

Leben im Seniorenheim
St. Johannis-Spital-Stift
Ludwig Niederberger
Susanne Moser

Heimbewohner erzählen:
Martin Biegler u. Agnes Gugger
Dagmar Deragisch

Bestellmöglichkeit der gedruckten
Ausgabe beim Stadtarchiv Passau